Als sozial / integratives Projekt

Ein Baumhaus zu bauen ist ein erhabenes Gefühl. Gemeinsam ein Baumhaus zu bauen, als Gruppe an einem Prozess beteiligt zu sein, verleiht einem ein Gefühl von Zugehörigkeit und Wertschätzung. Jede*r bringt das ein, was er/sie kann. Wir wollen Vereinen und Initiativen mit einer sozialen Aufgabe, aber auch Schulen und Fortbildungsstätten die Möglichkeit bieten, in einem mehrmonatigen Prozess einen Raum in den Baumen zu erschaffen. Von der ersten Idee über das Modell bis zur tatsächlichen Ausführung des Hauses ist das Gemeinsame und Begleitende neben der gestalterischen Umsetzung zentrales Anliegen jedes einzelnen Projekts.

Endbericht des Integrationsprojekts „Haus am Baum“

Von Anfang März bis zur Eröffnung am 10.Juni 2017 erschufen wir gemeinsam das Haus am Baum. Das Team aus einem Baumpfleger, einer Szenografin / Tischlerin, einem Schindelbauer, einer Kunsttherapeutin/Künstlerin, einer erfahrenen Architektin und einer Raumstrategin / Architektin errichtete mit und für sechs Kinder mit Fluchterfahrung und vielen Kindern aus dem SOS Kinderdorf in Moosburg ein Baumhaus mit einer Raumgröße von 17m2 und drei schrägen Dächern.

Zu Beginn entstanden in zwei Workshops ein Modell in 1:20, und Pläne fur die Umsetzung. Zeitgleich wurde über Material und deren Beschaffenheit und Bäume und deren Standhaftigkeit diskutiert. Die Kinder starteten mit sehr viel Vorfreude in die Bauphase, die Anfang Mai begann.

Es wurde Lärchenholz aus den Nockbergen geliefert, Schwemmholz für das Geländer aus der Drau gefischt und spezielle Baumschrauben aus den USA bestellt. über vier Wochen hinweg arbeiteten alle, so gut jede/r konnte, an der Umsetzung des gemeinsamen Hauses.

Am 10.Juni beim großen SOS Kinderdorf Sommerfest wurde das Haus als Resultat des Integrationsprojekts feierlich eröffnet.

Nun schwebt es über dem Hang im hinteren Wäldchen des SOS Kinderdorfs in Moosburg und ist neuer Raum für unterschiedlichste Aktivitäten. Hausmütter treffen sich zur Teambesprechung, die Köchin macht eine Arbeitspause aber vor allem die Kinder, die an der Errichtung beteiligt waren, benutzen ihren neuen Raum, den sie sich selber hergestellt haben, als Teil ihres Erwachsenwerdens, der sie ermutigen soll, selbst zu gestalten, egal woher sie kommen oder aus welchen schwierigen Verhältnissen sie fliehen mussten.

Ein Projekt, das noch lange nicht zu Ende ist, denn ein gemeinschaftliches Haus soll eingerichtet, gepflegt und bespielt werden.

Veronika Platz, Raumstrategin 25.Juli 2017

Als privaten Rückzugsort

Als junges Team sind wir in unseren jeweiligen Bereichen Spezialist*innen, einerseits was den Raum betrifft, andererseits was den Baum betrifft. Ein eigenes Baumhaus zu haben, einen Rückzugsort hoch über der Erde ist ein realisierbarer Wunsch. Wichtig ist uns, dass der Baum und die Umgebung so wenig wie möglich verletzt und umgestaltet werden. Das Baumhaus soll sich den Gegebenheiten wie Wind, Niederschlag oder geografischer Voraussetzung anpassen. Zugleich steht der gestalterische und ästhetische Anspruch, einen Raum zu erschaffen, der Freude macht und einladend ist, im Zentrum unserer Arbeit.

Alle Fotos © Leonie Reese



Unser Team

Veronika Platz *27 03 1987 in Klagenfurt, lebt und arbeitet in Linz und Wien, Ausbildung: bis 2013 Architektur/TU Wien, bis 2016 Raum & Design Strategien / Kunstuniversitat Linz

Sebastian Staudinger *25 07 1986 in Friesach, lebt und arbeitet in Wien, Ausbildung: bis 2015 Agrarwissenschaften / Boku Wien, 2013 Ausbildung zum European Tree Worker (ETW)

 

Kontakt

E-Mail: info@einhausambaum.at
Mobil: 0680/3121835 oder 0699/12479086

Für jedes Projekt laden wir zusätzlich erfahrene Gestalter*innen aus den unterschiedlichsten handwerklichen/künstlerischen Disziplinen ein, unser Team zu vervollständigen.